Bilder: Nostalgisches Hotel mit riesigem Park in Lenno, das mit dem Wasserflugzeug erreicht werden kann, Kirche von Mezzegra, Brunnen im Garten der Villa Cipressi, Japanischer Garten der Villa Carlotta in Tremezzo, Blick aus der Villa Carlotta, Garten der Villa Monastero mit Varenna im Hintergrund, Villa Balbianello bei Lenno.
13 Oktober, 2007
Bilder: Nostalgisches Hotel mit riesigem Park in Lenno, das mit dem Wasserflugzeug erreicht werden kann, Kirche von Mezzegra, Brunnen im Garten der Villa Cipressi, Japanischer Garten der Villa Carlotta in Tremezzo, Blick aus der Villa Carlotta, Garten der Villa Monastero mit Varenna im Hintergrund, Villa Balbianello bei Lenno.
16 September, 2007
15 August, 2007
In seiner Geburtsstadt Biel absolvierte der aus kleinbürgerlichen Verhältnissen stammende Robert Walser (1878-1956) eine Banklehre. Ein Jahrzehnt lang, von 1896 bis 1905, lebte Walser in Zürich und Wädenswil (vgl. den Blog am 15. Juli 2007). 1905-1913 wohnte Walser in Berlin, wo er seine grossen Romane schrieb. 1913 kehrte Walser in die Schweiz zurück. Bis 1921 lebte er in Biel, anfangs 1921 übersiedelte er nach Bern, wo er für einige Monate eine Stellung als Bibliothekar im Staatsarchiv annahm. In Bern lebte er sehr zurückgezogen und wohnte in möblierten Zimmern, die er häufig wechselte. Anfang 1929 begab sich Walser, der schon seit einiger Zeit von Angstzuständen und Halluzinationen geplagt wurde, nach einem geistigen Zusammenbruch auf Rat eines Psychiaters und auf Drängen seiner Schwester Lisa Walser in die Heilanstalt Waldau bei Bern. 1933 wurde Walser gegen seinen Willen in seinen Heimatkanton nach Herisau versetzt. Seit Juni 1933 lebte er als Psychiatriepatient in der Ausserrhodischen Heil- und Pflegeanstalt in Herisau. Wichtigste Bezugsperson und Förderer wurde Carl Seelig aus Zürich, mit dem Walser ab 1936 zahlreiche Wanderungen unternahm. Nach dem Tod des Bruders Karl (1943) und der Schwester Lisa (1944) übernahm Seelig die Vormundschaft. Ziemlich vergessen verstarb Robert Walser am Weihnachtstag 1956 bei einem einsamen Spaziergang im Schnee auf der Wachtenegg ob Herisau.Mit dem Robert Walser-Pfad in Herisau schuf der Schriftsteller Peter Morger (1956-2002) im Jahr 1986 den ersten Schweizer Literaturweg. Der landschaftlich reizvolle, kulturhistorisch und literarisch gehaltvolle Rundweg lädt ein zur Erkundung von Lebensstationen des Schriftstellers Robert Walser und verbindet Orte der Erinnerung. Tafeln mit Zitaten begleiten den Pfad und geben vielfältige Einblicke in Walsers Werk. Eingangs Oberdorfstrasse befindet sich der aus Jurakalk geschaffene Brunnen mit einer Skulptur von Lorenz Balmer. Er entstand 1962 "zum Andenken an den Dichter Robert Walser und seinen Bruder den Maler Karl Waser". Im “Haus für ruhige Männer“ der ehemaligen kantonalen Heil- und Pflegeanstalt Herisau verbrachte Robert Walser die letzten 23 Jahre seines Lebens. Dieses Haus und weitere Klinikgebäude wurden 1908 vom Architekturbüro Rittmeyer & Furrer, Winterthur, erstellt.
Auf dem Herisauer Friedhof fand Robert Walser seine letzte Ruhestätte. Der schlichte Grabstein befindet sich mitten im Friedhof. Inschrift auf dem Grabstein: "Ich mache meinen Gang/der führt ein Stückchen weit/und heim, dann ohne Klang/und Wort bin ich beiseit."
06 August, 2007
Gabriele Münter hatte das Haus 1909 erworben. Sie bewohnte es bis zu ihrem Tode 1962 (zunächst mit Unterbrüchen, ab 1931 dauernd), während Kandinsky in Russland bald eine andere Lebenspartnerin fand. Die häufigen Besuche anderer Maler wie Franz Marc, August Macke, Marianne von Werefkin und Alexej von Jawlensky liessen das Haus zu einem bedeutenden Treffpunkt der Avantgarde werden. Hier vollzog sich die Entwicklung zur gegenstandslosen Kunst, und hier besprachen Kandinsky und Marc die Entwürfe zum Almanach "Der Blaue Reiter". (Bild unten: Blick vom Münter-Haus auf Murnau).
Nicht weit von Murnau beginnt der sogenannte Pfaffenwinkel, eine Gegend mit vielen eindrücklichen Sakralbauten. Die berühmteste Rokokokirche Deutschland, die Wieskirche in der Nähe von Steingaden, wurde sogar zum UNESCO-Welterbe erklärt. Sie kann mit einer schönen Wanderung durch das Hochmoor auf dem "Brettlesweg" erreicht werden (Bilder unten).


Schliesslich ist auch der Ort Oberammergau selber, wo alle zehn Jahre die Passionsfestspiele stattfinden, und wo die Herrgottsschnitzer an der Arbeit sind, sehr sehenswert. Viele Häuser im Ort sind mit der sogenannten Lüftlmalerei verziert. Am schönsten ist das Pilatushaus, das Franz Seraph Zwinck 1784 mit illusionistischen Fresken um die Verurteilung von Christus durch Pontius Pilatus überzog (Bild unten).
15 Juli, 2007
AUF DEN SPUREN VON ROBERT WALSERInfos zu den Literaturführungen von Martina Kuoni unter http://www.literaturspur.ch/
Bilder unten: Die Villa "Zum Abendstern" in Wädenswil, das "Bureau" des Erfinders Tobler und der Gartenpavillon, der im Roman "Der Gehülfe" oft erwähnt wird.



03 Juli, 2007
Colum McCannEs gab viele Highlights: Ein wirklich kluges Gespräch des berühmten Alexander Kluge mit Durs Grünbein - ein Erlebnis. Auch Arnold Stadler mit seinem neuen Roman "Komm, gehen wir!" konnte die ZuhörInnen in den Bann schlagen. Weitere AutorInnen, die uns besonders gefallen haben: Annette Mingels, Monique Schwitter, Christoph Hein, Colum McCann mit seinem neuen Roman "Zoli" (sehr gut!!), Sasa Stanisic (eine Entdeckung!), Robert Menasse (BILD unten, geistreich und sehr ironisch), Monique Schwitter (BILD unten) und die junge Nora Gomringer (eine sprachliche Urgewalt!).
20 Juni, 2007


Das Augenmerk von Fischli/Weiss gilt dem Unspektakulären, dem Alltäglichen und scheinbar Banalen. Es ist ein betont unzynischer Blick, der in die Grauzonen unserer aufs Funktionieren angelegte Welt führt. In ihrer ersten gemeinsamen Arbeit, der populär gewordenen Wurstserie (1979), kommt bereits der spielerisch experimentelle Zug ihrer Kunst als antiheroisches künstlerisches Programm zum Tragen, das auch den Humor nicht scheut. Die wichtigsten Werkgruppen von Fischli/Weiss sind in dieser Ausstellung vertreten, so etwa die bekannten grossformatigen Fotoserien der Airports (1987–2006) und der Blumen und Pilze (1997/98), welche ihrerseits aus dem Komplex der "Sichtbaren Welt" (1987–2000) heraus entstanden sind, einem Werk, das hier als rund 30 Meter langer Leuchttisch gezeigt wird, auf dem 3´000 Bilder ausgebreitet sind. Es handelt sich um Fotos, welche die Künstler gewissermassen als Übertouristen auf allen «fotogenen» Schauplätzen dieser Welt gesammelt haben. 
«Darf sich die Wahrheit alles erlauben?», heisst denn auch eine der entwaffnenden Fragen aus der von Fischli/Weiss über Jahrzehnte verfolgten Werkgruppe der "Fragen" (1981–2003). Weitere Fragen: "Bin ich ein Bauer im Winter?“ „Ist ein unsichtbarer Mensch bei mir?“, „Wo sind meine Schlüssel?“ ,"Bellt der Hund die ganze Nacht"? "Wird die Menschheit zugrunde gehen"? , "Versteht man mich?", "Wann fährt der nächste Bus?“, „Wäre ich ein guter Japaner?“, „Stimmt es, dass im Yogurth Spuren von Ausserirdischen gefunden wurden?“ - Kunsthaus Zürich, 6. Juni – 9. September 2007