27 Januar, 2007

MUTANFALL – EIN ANGSTHASE SCHIESST ZURÜCK

Typenkabarett von und mit Helmut Schleich

In seinem letzten Programm «Das Auge isst man mit» stellte Helmut Schleich als glänzender Satire-Koch ein genial-schmackhaftes Menü zusammen. Geistreich, geschliffen und gemein verwandelte er sich schauspielerisch in die wahnsinnigsten Typen. Nun präsentiert er sein drittes Solo-Programm. Ein Kabarett-Abend rund um das Lebensgefühl, auf brüchigem Boden zu stehen. Aber mit unverschämt guter Laune. Darin hat er all seine schrägen Charaktere zusammengetrommelt und spielt beherztes Typenkabarett. Doch Pech gehabt! Der Chef ist unpässlich! Schleich kommt nicht. Dafür kommt Max, ein Ein-Euro-Jobber und Profi-Laie, der nun den Aushilfskabarettisten mimen muss. Und der stellt sie alle vor: Ferdinand Flügel, Angstmachermeister in der 4. Generation, der alle topaktuellen Phobien, Hysterien, Sorgen, sogar den hundsgemeinen Schiss im Angebot hat, den überdrehten holländischen Showmaster Kack van Houten, der die Angst des Zuschauers vorm Mitmachen schürt, den grosskotzigen Humorproduzenten Bodo Bolsenkötter, für den das Publikum der «Witzendverbraucher» ist, Ordnungsfanatiker Schmitzke und viele andere Hasenfüsse und Grossmäuler mehr. Schwitzend, schnaubend, Grimassen schneidend, fein-gemein, voller Wucht und Elan, schlüpft ein glänzend agierender Erzkomödiant mit unverschämt guter Laune in die Rollen seiner Protagonisten. Das ist kühnes Kabarett, angereichert mit draufgängerischem Witz, bösem Spott und kernigen Skurrilitäten.


08 Januar, 2007


ANDREAS REBERS: "LIEBER VOM FACHMANN"

Geboren 1958, wuchs Andreas Rebers im niedersächsischen Weserbergland auf, wo er mit der Stimmungskapelle „Los Promillos“ auf Schützenfesten, Feuerwehrvergnügen und Vereinsfesten sein erstes musikalisches Betätigungsfeld fand. Während des späteren Studiums an der Uni Hannover ergaben sich erste Kontakte zur freien Theaterszene und zum Kabarett. 1984-1988 studierte er bei Thomas Aßmus Akkordeon. 1989 wurde er Musikalischer Leiter des Schauspiels am Staatstheater Braunschweig. Rebers ist Autor von Chansons, Liedern und Kabarettprogrammen, sowie Komponist von Bühnen- und Schauspielmusiken. 1997-1999 Mitglied der Lach- und Schießgesellschaft. Deutschlandtourneen, Radiofeatures, Mitwirkung in Roglers Freiheit und Satirefest. Andreas Rebers ist seit 2005 häufiger Gast beim "Scheibenwischer".

Lieber vom Fachmann: Ein Abend frei schwebenden Irrsinns und grandioser Musikalität - «Rebers macht hochintelligentes Kabarett, sein Programm ist Grosskunst mit kleinen Mitteln, eine komplex verknüpfte Sammlung gedanklicher Auswüchse und abstruser Lieder, ist unglaublich amüsante Qualität aus deutschen Landen, ist niedersächsische Boulevardkomödie und bayrische Grossstadttragödie. Es ist kein Politkabarett und dennoch hoch politisch», schrieb die Süddeutsche Zeitung. «Seine Mischung aus Unterhaltung, pointierter Satire, Poesie und Musik ist klug, kritisch, witzig und süffisant ohne verletzend zu sein, ist durchdrungen von zarter Poesie, der leisen Wehmut des Scheiterns und sanftem Irrsinn», meint die Hannoversche Allgemeine Zeitung Und Dieter Hildebrand bringt es auf dem Punkt, wenn er sagt: «Eine Jahrhundertentdeckung.» Was wäre dem noch hinzuzufügen? Nichts, ausser: Sofort hingehen und einen brillanten Abend erleben!!

07 Januar, 2007


HIMMELSSCHEIBE VON NEBRA
Sie gilt als eine der bedeutendsten archäologischen Entdeckungen unserer Zeit, als eine der weltweit ältesten Darstellungen des Kosmos - die Himmelsscheibe von Nebra. Von Schatzgräbern gestohlen – in Basel in einer spektakulären Polizeiaktion beschlagnahmt – und jetzt kommt sie für kurze Zeit nach Basel zurück! Zu sehen ist die Himmelsscheibe im Original, zusammen mit weiteren hochkarätigen Exponaten aus über vierzig europäischen Museen in der Sonderausstellung «Der geschmiedete Himmel – Religion und Astronomie vor 3600 Jahren», welche einen einzigartigen Einblick in die bronzezeitlichen Mythen und Riten ermöglicht!

So spektakulär der Fund ist, so spektakulär ist auch die Fundgeschichte: Februar 2002, Hotel Hilton, Bar im Untergeschoss: Basler Fahnder beschlagnahmen die Himmelscheibe von Nebra. Raubgräber wollten hier den Schatz aus Sachsen-Anhalt illegal verkaufen - einen Fund von unschätzbarem Wert. Die Bronzescheibe mit Goldauflagen zeigt uns die älteste bekannte Himmelsdarstellung der Menschheitsgeschichte. Sie ist ein Schlüsselfund für Archäologie, Astronomie und Religionsgeschichte! Die Bronzescheibe wurde vor 3600 Jahren zusammen mit Prunkschwertern, Schmuck und Gerät auf dem Gipfel des Mittelberges bei Nebra (Sachsen-Anhalt) vergraben und an dieser Stelle im Sommer 1999 gefunden.

Dieser Fund ist Anlass, das Zeitalter der Himmelsscheibe zu neuem Leben zu erwecken. Die hochkarätigen Exponate, welche in der Basler Barfüsserkirche ausgestellt werden, veranschaulichen die bronzezeitlichen Mythen und Riten, die das einzigartige Bild der Himmelscheibe besser verstehen lassen. Der natürliche Reichtum Mitteleuropas – Kupfer, Salz und fruchtbare Böden - bildete die Machtgrundlage für die im Zentrum Europas ansässigen Fürsten, die Güter aus nah und fern tauschten. Grabanlagen, Goldschmuck, Prunkwaffen, Bronzeschätze und natürlich die Himmelsscheibe sind als ihre Statussymbole überliefert und geben Einblick in die geistige Welt um 1600 v. Chr. Nach Halle, Kopenhagen, Wien und Mannheim war Basel die einzige Schweizer Station dieses archäologischen Sensationsfundes!

17 Dezember, 2006

HOMMAGE AN PAUL CÉZANNE

Wer nicht die Möglichkeit hatte, die grosse Cézanne-Retrospektive in Aix-en-Provence in diesem Sommer zu erleben, konnte in der Schweiz zwei kleine, feine Kabinettausstellungen besichtigen, die eine in Riehen, die andere in Zürich.
Die Fondation Beyeler widmet Paul Cézanne, als dem «Vater der Kunst der Moderne», zum 100. Todestag am 23. Oktober 2006 eine kleine Sonderpräsentation. Alle sieben Cézanne-Werke aus der Sammlung von Ernst Beyeler werden gezeigt, zusammen mit ausgewählten Leihgaben aus Schweizer Privatbesitz. Sie dokumentieren Motive und Stil von Cézannes Spätwerk, von dem wichtige Impulse für die Entwicklung der modernen Kunst ausgegangen sind. Bild: Le Bassin du Jas de Bouffan en hiver, 1878. Fondation Beyeler Riehen, 21 . Oktober 2006 – 11. Februar 2007.
Auch das Kunsthaus Zürich würdigte den französischen Maler Paul Cézanne (1839-1906). Die 30 Werke umfassende Retrospektive «Hommage à Cézanne» besteht aus selten zu sehenden Aquarellen, sowie Zeichnungen und Gemälden aus Kunsthaus- und Privatbesitz. Anlässlich seines 100. Todestages zeigt sie den Vater der Moderne von den Anfängen bis in die Spätzeit mit allen wesentlichen Themen und Ausdrucksformen. Kunsthaus Zürich, 30. November 2006 – 11. Februar 2007

26 November, 2006

MUSICAL IM THEATER BASEL: ON THE TOWN

Die Basler Theater haben in dieser Saison eine gute und sehr schmissige Inszenierung von Leonard Bernsteins erstem Musical "On the Town" hingelegt. Dieses Musical entstand durch einen Zufall. Als sich Leonard Bernstein einer Operation unterziehen mußte, wurde sein Freund Adolph Green zur gleichen Zeit ins Krankenhaus eingeliefert. Sie entwickelten lebhafte Gespräche und einen intensiven Gedankenaustausch. Bernstein, Green und Betty Comden hatten kurz zuvor beschlossen das Ballett "Fancy Free" als Grundlage für ein Musical zu benützen. Bernstein war begeistert von der Idee, selbst einmal ein Broadway-Musical zu komponieren. Das Krankenhaus lieferte die Gelegenheit für ausführliche Besprechungen. Schnell waren die musikalischen Grundideen fertig. Das Musical "On the Town" wurde am 13. Dezember 1944 in Boston uraufgeführt. Am 28. Dezember 1944 fand die New Yorker Premiere statt. Für die Choreographie war Jerome Robbins verantwortlich. Die Produzenten waren Oliver Smith und Paul Feigay. Es erzählt von den Abenteuern dreier Matrosen, die 24 Stunden Landurlaub haben. Alle drei haben ihre eigene Vorstellung, wie sie die Stadt und eines ihrer Mädchen erobern können.

18 November, 2006


IRENE ZURKINDEN (1909-1987)

Die Malerin, Zeichnerin, Illustratorin und Lithografin Irène Zurkinden zählt sicher zu den herausragendsten Künstlerpersönlichkeiten der Stadt Basel. Als Mitbegründerin der legendären Künstlervereinigung «Gruppe 33» ist die 1909 in Basel geborene und 1987 verstorbene Künstlerin vor allem durch ihre Porträts, Pariser Szenen und die Zirkus- und Fasnachtsmotive bekannt geworden. Trotz der zahlreichen bedeutenden Einzelausstellungen gab es bis heute keine Publikation über das facetten- und umfangreiche Schaffen von Irène Zurkinden, das einen Zeitraum von über 60 Jahren umfasst. Die vorliegende Monografie von Hans-Joachim Müller vermittelt einen vertieften Einblick die Basler Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts und bietet einen repräsentativen Überblick über das Werk und die schillernde Person Irène Zurkinden. Das Buch erscheint anlässlich der Ausstellung «Irène Zurkinden und die Gruppe 33» in der Galerie Carzaniga Basel vom 18. November 2006 bis 13. Januar 2007. Bild: Damenportrait, um 1940, Oel auf Leinwand 131 x 97 cm

13 November, 2006

AUSSTELLUNG EDVARD MUNCH IN PALMA

Munch ist derzeit weltweit im Gespräch. Die Werke „Der Schrei” (1893) und „Madonna” (1894) waren 2004 aus dem Munch-Museum in Oslo gestohlen worden; sie tauchten erst vor einigen Wochen wieder auf.
Edvard Munch (Løten, 1863 - Ekely, Oslo, 1944) ist einer der bedeutendsten Künstler der Moderne. Er gilt als einer der Wegbereiter auch des deutschen Expressionismus. Seine Arbeiten inspirieren insbesondere heute, wo die figurative Malerei längst wieder auf dem Vormarsch ist. Die Fundación La Caixa in Palma de Mallorca zeigt unter dem Titel "L'esperit sublim" 63 Bilder, Zeichnungen und Graphiken aus den Jahren 1889 und 1908, also aus der Zeit von Munchs größtem künstlerischen Erfolg, die aber auch eine Zeit von persönlichen Konflikten war. Bild: Rot und Weiss, 1894. Werke von Edvard Munch im Gran Hotel Fundació La Caixa, Palma de Mallorca, Plaça Weyler 3. Geöffnet von 9. September 2006 bis 7. Januar 2007; Dienstag bis Samstag von 10 bis 21 Uhr, sonn- und feiertags 10 bis 14 Uhr.